Auf meinem Weg zur finanziellen Freiheit stolpere ich immer wieder über Momente des Glücks und der Freiheit, die mich bereits jetzt von den Früchten der zukünftigen Rendite kosten lassen. Durch Sparen und Investieren habe ich mir einen Kapitalstock geschaffen, der mir es finanziell ermöglicht, das blühende Leben zu genießen – zwar nicht immer, aber zumindest im Urlaub. Diese Momente liefern Motivation und lassen vor allem schon jetzt das Leben zu jenem Wunderbaren werden, von dem jeder träumt.

Im Hamsterrad von Urlaub zu Urlaub

Für viele ist damit bereits das Ziel erreicht. Man arbeitet und schuftet zwischen den Feiertagen mit dem Ziel des nächsten Urlaubs im Blick – konsumiert diesen wie Fast Food, postet das ganze noch auf Facebook, um anschließend wieder der Pflicht des Hamsterrads zu folgen. So muss es nicht sein – ist es aber leider zu oft. Kann es bereits als Luxus gelten, eine Arbeit erledigen zu dürfen, die erfüllend und sinnstiftend ist? Definitiv! Aber für mich ist das Ziel erst erreicht, wenn ich, ohne großartig rechnen zu müssen, einen Ausflug, eine Weltreise unternehmen oder mich der Kultur hingeben kann.

Eine Stadt wie Paris lässt sich nur mit Zeit erobern – und die ist wie immer begrenzt

Gerade befinde ich mich aus familiären Gründen sehr oft in der Hauptstadt Frankreichs – Paris! In den vielen hierfür angesparten Urlaubstagen, die ich dort verbringe, erlebe ich, wie wichtig es ist, Zeit zu haben für solche Entdeckungen – und natürlich Geld für die teuren Lebensunterhaltskosten von Paris. Ich war schon früher einmal in Paris, nur für ein Wochenende – mehr war zeitlich wegen meinem Job nicht drin. Natürlich habe ich die als am wichtigsten gehandelten Orte beim Sightseeing abgehakt… selbst für die Mona Lisa hat es gereicht, weil noch 20 Minuten übrig waren, um durch das Louvre zu rennen. Wie schrecklich, diese Hast und Schnelligkeit.

Erst jetzt nach mehreren Wochen Aufenthalt, erschließt sich mir die Stadt, lerne ich eine neue Kultur kennen und beginne ich zu begreifen, wie wichtig es ist, diese Stadt zu genießen und Zeit zu haben für ihre Wunder. Noch nie vorher habe ich mir die Zeit genommen, um beispielsweise über mehrere Stunden auf dem Tour Montparnasse die Aussicht zu genießen und die Landkarte zu studieren, um mich zu orientieren. Und erst jetzt – außerhalb der Urlaubs- und Touristensaison – entdecke ich, was der Pariser treibt, wo er ausgeht und welche Cafés er mag.

Die selbsbestimmte Nutzung des Tages ist am Ende die Freiheit

Es ist eine Erfahrung, die nur durch Zeit ermöglicht wird. Ich verstehe einmal mehr, warum das Ziel der finanziellen Freiheit so erstrebenswert ist. Geld ist nicht das Wichtigste, aber Geld lässt sich gegen Zeit eintauschen – und die wird mir mit jedem Lebensjahr wertvoller. Wie wir diese Zeit nutzen, bestimmen wir am Ende selbst. Das ist alles was zählt – die selbstbestimmte Zeitausschöpfung und Einteilung ohne äußere und vor allem finanzielle Zwänge. Das ist die Freiheit – Carpe Diem!

euer Florian

Beitragsbild von Flickr-User Mike Gofford unter Creative Commons Lizenz.