Am 30. Oktober fand in Deutschland und vielen anderen Ländern rund um den Globus der Weltspartag statt. Ins Leben gerufen wurde er auf dem 1. Internationalen Sparkassenkongress (First International Thrift Congress), der im Oktober 1924 in Mailand tagte.

Die Delegierten aus 27 Ländern waren zum First International Thrift Congress zusammengekommen und beschlossen unter anderem die Gründung des International Savings Banks Institute (heute World Savings and Retail Banking Institute). Der Schlusstag des Kongresses wurde zum „World Thrift Day“ erklärt, dessen Leitgedanke in der 2. Resolution des Kongresses wie folgt formuliert ist: Demnach soll der Weltspartag

„Kein Ruhetag (sein), sondern ein Tag der Arbeit und des Handelns, inspiriert vom Ideal des Sparens mit dem Blick darauf, dessen Prinzipien durch Beispiel, Wort und Bild zu propagieren.“

Ziele waren also finanzielle Bildung und Finanzerziehung; Generationen von Kindern haben am Weltspartag in vielen Ländern ihre Sparschweine geschlachtet und das gesparte Geld in Sparbüchern angelegt. Angesichts der Wirkungen von negativen Realzinsen und Inflation scheint es jedoch heute angeraten, besser einen Weltanlegertag zu begehen. Diese Aspekte wurden in den Schlagzeilen zum diesjährigen Weltspartag adressiert: „Sparen ist gut, investieren noch besser“ (Handelsblatt), „Sparen ohne Zinsen“ (Handelsblatt), „Unser Geld hat extrem an Kaufkraft verloren“ (Wirtschaftswoche), „Weltspartag: Katastrophale Situation bei Sparzinsen“ (Die Presse) oder gar „Kleinanleger in Zinsnot“ (Rheinische Post). Die FAZ schließlich beschrieb in einem Beitrag, „Warum das Sparen nicht überflüssig ist“.