Wenn das Gold redet, dann schweigt die Welt. Gold ist einfach Gold und damit das echteste und ehrlichste Geld der Weltgeschichte. Dieses Gold soll neben einem Mittel in der Krise zugleich eine Sicherheit bieten, um mir die finanzielle Freiheit zu ermöglichen. Mit einer finanziellen Freiheit verbinde ich auch eine physische und geistige Freiheit – einen Schutz, der mich vor Unfreiheit jedweder Art bewahrt oder mir den Ausbruch aus einer Unfreiheit ermöglicht.

Gold ist schön, Gold glänzt, Gold ist begrenzt, Gold übersteht Kriege, Katastrophen, Revolutionen, Wirtschaftskrisen und Finanzpaniken – Gold ist weltweit und immer anerkannt. Gold ist seit Jahrhunderten die einzige stabile Währung und damit Wertaufbewahrung. Wenn das Gold redet, dann schweigt die Welt. Gold ist einfach Gold und damit das echteste und ehrlichste Geld der Weltgeschichte.

10% meiner “hohen Kante” ist aus echtem Gold

Ich bin ein zugegeben ein Freund des Goldes – habe mich aber dennoch entschieden, nicht mehr als 10% meines Gesamtvermögens in Gold zu investieren. Das liegt vor allem an der fehlenden Rendite, die ich jetzt in jungen Jahren noch brauche, um überhaupt für meinen Lebensabend vorzusorgen, aber auch an den damit verbundenen Kosten und der geringeren Tauschflexibilität. Meine derzeitige Risikoneigung lässt für mich also nicht mehr als 10% Goldanlage zu – schließlich bin ich Realist und rechne derzeit noch nicht damit, dass morgen die Welt untergeht. Sollte sie das aber tun, und damit meine ich eine weltweite Depression wie zuletzt vor dem Zweiten Weltkrieg, der Totalverlust aller Leitwährungen und regelmäßige Finanzpaniken und Bankruns, dann habe ich zumindest 10% meines Vermögens auf der hohen Kante, um mir über die schlechten Zeiten hinwegzuhelfen. Je nachdem, wie lange eine solche diese Krise dauern würde – es sollte ausreichen, um meine täglichen Kosten zu decken und zu überleben. Schließlich habe ich dann im Vergleich immer noch ein hübsches Sümmchen harten Geldes mehr, als jeder andere, der nichts hat 🙂

„Sie haben die Wahl zwischen der natürlichen Stabilität von Gold und der Ehrlichkeit und Intelligenz der Regierungsmitglieder. Und mit allem notwendigen Respekt für diese Gentlemen, ich rate Ihnen, solange das kapitalistische System währt, entscheiden Sie sich für Gold“ George Bernard Shaw

Wenn ich von Goldanlagen spreche, meine ich den tatsächlichen Besitz von echtem Gold. Ich schließe also Papiergold, Goldzertifikate, Goldindexfonds, ETFs, CFDs (.. und wie sie alle heißen) nicht mit ein, wenn ich von einer echten Goldanlage spreche. Auch meine ich kein Gold in einem Tresor in der Schweiz oder im Schließfach bei der Bank und auch keine Goldschuldscheine, denen scheinbar echtes Gold hinterlegt sein soll. Was ich nicht fühlen und bestaunen kann, ist für mich kein echtes Gold, in das ich maxmimal 10% meines Vermögens anlege. Dieses Gold soll neben einem Mittel in der Krise zugleich eine Sicherheit bieten, um mir die finanzielle Freiheit zu ermöglichen. Mit einer finanziellen Freiheit verbinde ich auch eine physische und geistige Freiheit – einen Schutz, der mich vor Unfreiheit jedweder Art bewahrt oder mir den Ausbruch aus einer Unfreiheit ermöglicht.

Unfreiheiten gibt es noch und es kann sie auch plötzlich wieder verstärkt geben

Unfreiheiten sind in den heutigen westlichen Demokratien nur noch schwer zu fassen und zu erleben. Doch es gibt sie noch und es kann sie auch plötzlich wieder verstärkt geben. Wenn von Europa oder den USA Kriege geführt werden, stirbt bekanntlich die Wahrheit zuerst. Die Freiheit der eigenen Meinung steht ständig unter Beschuss und ist in Gefahr, beschränkt oder ausgehöhlt zu werden. Wenn die Geheimdienste allen Gesetzen und Regeln zum Trotz einfach in jeden Bereich des persönlichen Lebens eindringen können, ist das für mich Unfreiheit. Wenn eine europäische Troika in einem Mitgliedsland der EU eine Volksabstimmung zum Euro verbietet, wie es in Griechenland der Fall war, ist das Unfreiheit. Wenn in einer finanziellen Krise das Recht auf Eigentum von der Regierung missachtet wird, wie in Zypern geschehen, ist das Unfreiheit. Wenn ich fürchten muss, dass die Bankeinlagen trotz Stellungnahme der Regierung nicht sicher sind und eine wesentliche Grundlage einer freien und sozialen Marktwirtschaft – eine stabile Währung – nicht gewährleistet werden kann, dann sorge ich vor, um mich gegen diese Übel zu schützen. Und wenn ich durch finanzielle Schulden rechtmäßig oder unrechtmäßig mein Leben lang nicht mehr glücklich werden kann, dann werde ich alles daran setzen, mich vor möglichen Unfreiheiten zu schützen und mir einen Notausgang offen zu halten.

„Das Verlangen nach Gold, ist nicht jenes nach Gold. Es ist zum Zwecke von Freiheit und Wohlfahrt“
Ralph Waldo Emerson, US-amerikanischer Philosoph (1803-1882)

Das Gold ist dieser Notausgang. Es ist weder registriert noch kann es mir von einer höheren Instanz weggenommen werden. Es kann lediglich gestohlen werden – doch genauso gut kann mein Haus dem Brand zum Opfer fallen, meine Bank pleite gehen, meine Gesundheit durch Krankheit oder Angriff eingeschränkt werden oder mir meine persönliche Freiheit genommen werden. Wenn ich mich eines Tages in einer kafkaesken Situation wieder finde, in der es keinen Ausweg zu geben scheint – ist meine letzte nichtphysische Waffe, um mich zur Wehr zu setzen, das bisschen Gold, das ich habe. Ich könnte jederzeit – so schlimm die Situation auch ist – meine sieben Sachen packen und mit meiner Familie das Weite suchen. Wohin, steht noch nicht fest und wird, wie in den meisten Lebensgeschichten die durch Kriege, Katastrophen oder anderen Unfreiheiten gezeichnet sind, durch das Schicksal oder die gegebenen Umstände bestimmt. Nur eines ist sicher – Gold wird an diesem Ort bestimmt auch akzeptiert.

euer pari

Beitragsbild von Flickr-User hto2008 unter Creative Commons License.