Es ist Frühlingsanfang und ich erwache aus meinem unangekündigten Blogger-Winterschlaf, aber ein bisschen abschalten musste einfach mal sein. Wenn ich mich umblicke, hat sich seit meinen letzten Einträgen nicht viel verändert – nicht viel? Der DAX ist auf unfassbare 11.800 Punkte gestiegen, dabei ist weder die Griechenlandkrise noch die Ukrainekrise, noch irgendeine andere Weltkrise in irgendeiner Form gelöst.

Aus den Augen, aus dem Sinn

Während die Zentralbanken Geld ins Feuer kippen, um die Flammen zu bändigen scheint es mir, als hätte die versammelte Medien- und Presselandschaft den eklatanten Finanzproblemen der Welt einfach den Rücken gekehrt, um weiterhin nur von steigenden Kursen berichten zu können. Aber so läuft das nun mal – schließlich kommt für jeden die große Krise mit einem Schlag und ganz plötzlich. So lässt es sich natürlich am besten leben.

Pessimismus macht keinen Spaß

Auch ich habe keine Lust, ständig die Krisen an die Wand zu malen und den Untergang der Finanzmärkte heraufzubeschwören, aber was sein muss, muss sein. Pessimist ist man leider deutlich weniger gern als aufrechter Optimist, der einfach immer nach dem Kölschen Jrundjesetz „het is noch immer jot jejange“-Analysen am Stammtisch vorträgt. Ich habe derweil in meinem Depot den Frühjahrsputz beendet und meine Aktienquote gesenkt – die Gewinne für 2015 waren schon so hoch, dass ich im Ernstfall nun ausreichend Liquidität vorliegen habe.

Lieber bringe ich jetzt meine Schäfchen ins Trockene bevor der Markt feststelllt, dass er ganz oben angelangt ist und es mal wieder nach unten gehen könnte – denn „wat fott es, es fott“ und ich will noch genügend Geld haben um dann kräftig einzukaufen.

euer Florian