Liebe Aktienfreunde,

dies ist der erste Artikel meines neuen Blogs. Ich könnte viele Worte verlieren über den Sinn, Hintergrund und Zusammenhang des Projekts, über die Gedanken und Emotionen, welche mich dazu veranlasst haben, es in die Welt zu rufen.

Am besten aber , so denke ich, lässt sich der Gedanke, welcher all dem hier zugrunde liegt, mit folgender Frage einleiten: Warum nur macht sich jemand die Arbeit, eine solche Homepage aufzubauen ohne davon zu profitieren? Nun, das kann ich erklären. Die Börse ist meine Leidenschaft und das Investieren mein Hobby. Mein Ziel ist es, Euch dazu zu motivieren, die Faszination und den Nutzen, welche finanzielle Themen und deren Kenntnis für mich haben, ebenfalls zu entdecken, um Euch darin zu bestärken, Euch vermehrt mit ihnen auseinanderzusetzen. Zudem möchte ich gemeinsam mit Euch aus Aktienfreunde eine Plattform für sozialen Austausch über diese Themenbereiche schaffen. Wenn mir dies gelingt, dann hat sich die Arbeit für mich bereits ausgezahlt – anders ausgedrückt, ich habe davon also doch profitiert. Dieser Blog soll deshalb nicht nur Reflektion meiner Gedanken sein und ihnen als Rahmen dienen, vielmehr geht es mir darum, mit Euch, den Lesern, ins Gespräch zu kommen. Er soll nicht zuletzt auch dazu animieren, es mir nachzutun. Natürlich habe ich die Weisheit nicht mit Löffeln gegessen, aber es reicht für meinen Beitrag.

Der Börsenzoo da draußen ist sehr groß. Nur Wenige haben tatsächlich Ahnung vom Investieren – besonders hierzulande erstaunt mich das immer wieder. Dies will ich ändern. Anstatt mich lediglich selbst in diesem kleinen Kreis von Börsenkennern zu bewegen, möchte ich helfen, ihn zu erweitern. Denn die Kenntnis finanzieller Zusammenhänge und ein Verständnis des oft unübersichtlichen Börsenzoos schafft etwas überaus wichtiges, finanzielle Mündigkeit. Leider ist es um diese in Deutschland sehr schlecht bestellt. Nun kann ich, um diesen Zustand zum Besseren zu verändern, weder die Schulbücher beeinflussen noch will ich das Predigen beginnen. Was ich aber kann, ist den Schritt zur Entscheidung heraus aus der Unmündigkeit ebenso unterstützen wie bei den nächsten Schritten eine Hilfestelle leisten.

Wer die Kontrolle über eine eigenen Finanzen zurückgewinnen will, braucht dazu eine sehr große Lese- und Lernbereitschaft und am besten noch ein wirtschaftliches Studium, um berechnen zu können, was sich lohnt und was nicht. Als ich eine Zeit lang in den USA lebte, habe ich erfahren, was finanzielle Dienstleistung tatsächlich leisten können. In Deutschland sind die Banken derweil noch hundert Jahre in der Vergangenheit. Dabei ziehen sie ihre Kunden leider immer noch so über den Tisch, als hätte es die Börsen- und Wirtschaftskrisen der vergangenen Jahrzehnte nie gegeben.

Plakativ auf den Punkt gebracht: Die Banken sind die Raubtiere, die Kunden die Gejagten. So ist es bezeichnend für das System, dass sich Banken inzwischen selbst in der Krise befinden. Der Kunde, sprich jeder von uns, wird also nur noch zum eigenen Überleben gehalten und muss im schlimmsten Falle für das Missmanagement von Kreditinstituten mit seinem eigenen Geld geradestehen. Das ist in Griechenland und in Zypern passiert – das schafft Angst und kann Paniken hervorrufen.Wer genug Wissen hat, um bei diesem Spiel gar nicht erst mitzuspielen, sich also für die finanzielle Mündigkeit entschieden hat, den lässt dies kalt. Ich hoffe, euch Aktienfreunden diese Einsicht zu vermitteln.

Gedacht wird immer sehr viel, gemacht stets dann schon weniger. Wir haben hier mal was gemacht und egal ob Bulle oder Bär – der Börsenzoo ist damit ein bisschen bunter geworden.

euer Pari