Auf ein interessantes Unternehmen im Bereich der nachhaltigen Energieerzeugung sind wir kürzlich auf der Invest 2018 in Stuttgart gestoßen. Die Schweizer aventron AG ist eine europäische Grünstromproduzentin mit starken regionalen Wurzeln. Das 2005 gegründete Unternehmen konzentriert sich auf die Akquisition und den Betrieb von Kraftwerken in den Bereichen Wasser-, Wind- und Sonnenenergie in der Schweiz und in ausgewählten Ländern Europas. Die Gesellschaft hat soeben eine Kapitalerhöhung beschlossen; Anteile können bis zum 22. Juni 2018 gezeichnet werden. Insbesondere für institutionelle Anleger bietet sich damit eine Einstiegsmöglichkeit in diesen sonst wenig liquiden Nachhaltigkeitswert.

Aktuell verfügt aventron über 386 Megawatt (MW) in installierter Leistung. Das Unternehmen plant mittelfristig ein diversifiziertes und ausgewogenes Portfolio an erneuerbaren Energien mit einer installierten Gesamtleistung von 1.000 Megawatt aufzubauen und so zu einer führenden Erzeugerin von erneuerbaren Energien in Europa werden. Die Gesellschaft ist an der Berner Börse BX Berne Exchange gelistet (AVEN – ISIN CH0023777235).

Europäische Standorte der aventron AG

Kapitalerhöhung über maximal CHF 147 Mio. beschlossen

Um ihre Ziele voranzutreiben, hat die Generalversammlung der Gesellschaft soeben eine Kapitalerhöhung beschlossen. Das bisherige Aktienkapital von CHF 34.105.382 wird um maximal 15.000.000 neue Namensaktien, mit einem Nennwert von 1 Franken, erhöht. Die Namensaktien werden zum Ausgabebetrag von CHF 9,80 pro Aktie ausgegeben. Das Eigenkapital erhöht sich damit um maximal CHF 147 Mio.

“Die aventron AG stellt mit ihrem Portfolio und ihrer Wachstumsstrategie eine attraktive Investitionsmöglichkeit in nachhaltige europäische Energie-Infrastruktur für langfristig orientierte Investoren dar,” so das Unternehmen in seinem Emissionsprospekt.

Zu einer ähnlichen Bewertung kam Carsten Stern im Nebenwerte-Journal, der aventron in Ausgabe 528 vom 12. April 2017 als eine “Schweizer Capital Stage mit Dauerläuferqualitäten” vorstellte.

Interessierte Anlegerkönnen ihren Zeichnungsschein bis spätestens 22. Juni 2018, 12:00 Uhr, bei aventron einreichen. Der Emissionsprospekt mit detaillierten Informationen über die geplante Kapitalerhöhung kann auf der Website der aventron AG heruntergeladen werden.

Jahresresultat und Dividende

Die aventron konnte ihren Aktionärinnen und Aktionären auf der jüngsten Generalversammlung ein ausgesprochen erfolgreiches Geschäftsjahr präsentieren. Der Nettoerlös stieg 2017 um 59 Prozent auf CHF 77,1 Mio. (Vorjahr CHF 48,5 Mio.). Zu diesem Wachstum haben vor allem der Ausbau des Photovoltaik-Segments in Italien und der Schweiz sowie neue Akquisitionen im Wasserkraftbereich in Norwegen beigetragen. Nach Steuern und Minderheiten verblieb ein Erlös von CHF 8,3 Mio. (Vorjahr CHF 3,0 Mio.). Dies entspricht einem Gewinn pro Aktie von CHF 0,24. Das Betriebsergebnis (EBIT) liegt mit CHF 23,9 Mio. überproportional um 73 Prozent höher als im Vorjahr. Im Verhältnis zum Nettoerlös liegt die EBIT-Marge bei 31,0 (28,4) Prozent. Die Dividende pro Aktie beläuft sich aktuell auf CHF 0,23 (Vorjahr CHF 0,21) und wurde in den letzten Jahren kontinuierlich erhöht.

“aventron hat über die letzten fünf Jahre nachweislich 5,5 Prozent Gesamtrendite jährlich erwirtschaftet ; dies werden wir auch in Zukunft halten können“, so aventron-CEO Antoine Millioud gegenüber Rentablo.

Insgesamt konnte das Unternehmen in den letzten fünf Jahren den Umsatz verachtfachen und strebt nun eine Ausweitung der installierten Leistung auf 500 MW an, was einem Umsatz von CHF 100 Mio. entspricht (2017: CHF 77 Mio.). Aventron verfügt über eine solide Projektpipeline und geht davon aus, sein Ziel eines erneuerbare Energien Portfolios von 500 MW bis 2019 – und damit ein Jahr früher als vorgesehen – zu erreichen. Die neue mittelfristige Zielgröße für das Portfolio benennt das Unternehmen mit einem Gigawatt. Die aus der Kapitalerhöhung 2016 eingebrachten Barmittel hat aventron im Berichtsjahr vollständig investiert. Der Finanzierung des weiteren Ausbaus dient die hier vorgestellte Kapitalerhöhung.

Aktionärsstruktur

Gegründet wurde aventron 2005 unter dem Namen Kleinkraftwerk Birseck, hinter der die Genossenschaft Elektra Birseck (EBM) steht. 2012 kam die Energie Wasser Bern (ewb) als Gesellschafter hinzu, seit 2013 sind zudem die Stadtwerke Winterthur beteiligt. Seit April 2018 werden 61,4 Prozent der Aktien von der neu gegründeten aventron holding AG gehalten, in die die EBM Greenpower AG und ewb Natur Energie AG sämtliche durch sie gehaltene Titel eingebracht haben.

Weitere Aktionäre, welche über 3 Prozent der Aktien der aventron besitzen, sind das Stadtwerk Winterthur mit 10,0 Prozent, der UBS Clean Energy Infrastructure Fund II mit 8,1 Prozent und die Reichmuth Infrastruktur Schweiz mit 4,7Prozent. Die Aktien der aventron AG sind an der Berner Börse gelistet und verfügen über einen free float von 20,5 Prozent (Aktionäre mit einem Anteil unter 5 Prozent).

Wichtige Hinweise: Alle vorgenannten Hinweise dienen der allgemeinen Information und berücksichtigen nicht die konkrete Situation eines Anlegers. Der Inhalt wurde nach bestem Wissen und Gewissen erstellt und entspricht dem Informationsstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Die Informationen stellen keine Anlageempfehlung bzw. Anlageberatung oder eine Steuerberatung bzw. Rechtsberatung dar und können daher keinesfalls eine einzelfallorientierte Beratung ersetzen. Insbesondere gehen mit dieser Darstellung kein Angebot und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Investmentfondsanteilen einher. Die steuerliche Behandlung ist im Übrigen von den persönlichen Verhältnissen des jeweiligen Anlegers abhängig und kann künftig Änderungen unterworfen sein. Im Zweifel fragen Sie bitte Ihren Steuer- oder Finanzberater.