In der Tageszeitung Die Welt erschien am 11.11.2017 ein Artikel zum Thema der Offenlegung von Kosten bei Investmentprodukten. Auch wir haben bereits über die ab Januar 2018 gültige MiFID2-Richtlinie berichtet, mit der die Kosten von Anlageprodukten künftig transparenter werden sollen. Wie Die Welt richtig feststellt, gibt es im Übrigen bereits jetzt Anbieter wie Rentablo, die für mehr Durchblick bei den Kosten sorgen und ihren Kunden bis zu 100% der sogenannten Bestandsprovisionen erstatten. 

Wir haben uns die in dem Welt-Artikel genannten Anbieter genauer angesehen; schließlich ist die Betrachtung der Kosten und Erstattungen die Grundvoraussetzung für die Entscheidung, welches Angebot den höchsten Ertrag bringt.

Verglichen haben wir die Angebote von

  • Alpha-tarif.de,
  • Fonds-for-Less.de,
  • Fondsdiscountbroker.de,
  • Moneymeets.com,
  • Profinance-direkt.de, und natürlich
  • Rentablo.de

Deutliche Unterschiede bei den Parametern – Punkt 1: Die Depotbank

Für Anleger wichtig ist, welche Depotbanken ein Fondsvermittler zur Auswahl anbietet, denn die Provisionssätze variieren von Bank zu Bank und Vermittler zu Vermittler teilweise deutlich. Weiterhin ist wichtig, ab wann und mit welchen eventuellen Hürden die Kickbacks ausbezahlt werden.

Der Anbieter Alpha-Tarif bietet beispielsweise nur ebase als Depotbank an und hat bei dem Institut einen geringen Provisionssatz. Die Depotführung bei ebase ist zudem kostenpflichtig (36 Euro/ Jahr, ab 2018 48 Euro/ Jahr), bei vielen anderen Depotbanken jedoch unentgeltlich.

Punkt 2: Kostenbegrenzung entscheidend für langfristige Rendite

Noch entscheidender für die langfristige Rendite ist jedoch, ob es eine Kostenbegrenzung gibt. Wie die folgende Tabelle zeigt, sind vereinnahmen fast alle Anbieter die Bestandsprovisionen in variablen Höhen. Damit sind die Kosten theoretisch unbegrenzt: Je höher das Fondsvermögen, desto höher sind auch die Kosten.

Auf dem deutschen Markt bietet aktuell nur Rentablo eine klare Kostenbegrenzung; mit dem transparenten Cashback-Modell hat das Unternehmen als einziger Anbieter eine Kostenbegrenzung mit einer Obergrenze von maximal 15 Euro im Monat. Rentablo Cashback-Nutzer zahlen somit zwischen 0,01 Euro und maximal 15 Euro/ Monat. Bei allen anderen Fondsvermittlern bleibt es bei einer prozentualen Vergütung, die in Relation zum Anlagevolumen steigt. Wie sich diese Kostenbegrenzung auf die Auszahlungen der Kickbacks auswirkt, zeigt beispielhaft die folgende Grafik:

*Quelle: Angaben der Gesellschaften

Punkt 3: Fondsauswahl

Schließlich ist auch zu beachten, wie viele Fonds die verschiedenen Vermittler offerieren können; auch dies hängt von den möglichen Direktbanken ab.

 

* Quelle: Angaben der Gesellschaften

Punkt 4: Anzahl möglicher Depots

Je nach Anbieter unterscheidet sich auch die mögliche Anzahl der Depots, für die Cashback in Anspruch genommen werden kann. So wird bei manchen Anbietern jedes Depot einzeln gewertet. Als einziger Anbieter fasst Rentablo alle Kunden-Depots zusammen und berechnet die Kickback-Zahlungen auf dieser Basis.

Die Anbieter im Einzelnen, alle Berechnungen zur Vereinfachung ohne Wiederanlage und Kursbewegungen.

Alpha-tarif.de

Alpha-tarif.de weist folgende Konditionen aus:

100% Direktrabatt auf den Ausgabeaufschlag für fast alle Fonds,
100% Übernahme Depotführungsentgelt nur bei ebase Depots, die im Zeitraum vom 01.12. – 31.12. täglich einen Depotbestand von über 100.000 Euro (ohne Bestand in ETFs) aufweisen (Preisverzeichnis ebase – PDF),
80% Erstattung der Kickbacks, wenn dies mehr als 15 Euro im Quartal ausmacht.

Am konkreten Beispiel des DWS Top Dividende LD DE0009848119 ergeben sich so folgende Resultate:

Bis zu einem Anlagevolumen von 27.000 Euro entstehen Kickbacks, von denen 80% weniger als 15 Euro im Quartal ausmachen. Bis zu diesem Punkt erhält der Anleger also keinerlei Rückzahlung und hat zudem die Kosten für das ebase-Depot zu tragen. So geht ein Anleger, dessen Depot einen Wert von 10.000 Euro hat, leer aus; zudem fallen die Kosten für das ebase-Depot an.

Bei einem Anlagevolumen von 100.000 Euro betragen die Ausschüttungen ca. 224 Euro p.a.. Hinzu kommt dann gegebenenfalls die Übernahme der ebase-Kosten durch Alpha-tarif.de.

Fonds for Less

Fonds for Less bietet immerhin drei verschiedene Depotbanken an – ebase, Fondsdepot Bank und FIL Fondsbank GmbH (FFB), die alle kostenpflichtig sind; der Mindestdepotwert beträgt 25.000 Euro. Kickbacks werden gestaffelt als sogenannter Treuebonus ausgekehrt:

  • 50% bei einem Depotwert ab 25.000 Euro
  • 60% ab 250.000 Euro
  • 70% ab 500.000 EUR
  • 80% ab 1.000.000 EUR
  • 85% ab 2.000.000 EUR
  • 90% ab 5.000.000 EUR

Das Kickback bleibt bei einem Anlagevolumen von 100.000 Euro in den DWS Top Dividende bei 50%, so dass sich ein “Treuebonus” von 75 Euro ergibt. Je nach gewählter Bank entstehen Kosten für die Depotführung, die zwischen 15 Euro und 45 Euro p.a. liegen.

Anleger, die nur 10.000 Euro investieren wollen, kommen bei Fonds for Less gar nicht zum Zuge.

Fondsdiscountbroker.de

Fondsdiscountbroker.de arbeitet ausschließlich mit der Fondsdepot Bank zusammen; die Depotführung ist kostenpflichtig (15-45 Euro p.a.). Die Mindestdepotgröße beträgt 50.000 Euro; bis zu einem Volumen von 500.000 Euro zahlt der Anbieter 50% der Kickbacks zurück, darüber 75%.

Auch hier kommen also Anleger, die nur 10.000 Euro investieren wollen, nicht zum Zuge.

Für eine Anlage von 100.000 Euro beträgt der erstattete Betrag mit einem Kickback von 50% ca. 65 Euro, da die Fondsdepot Bank dem Vermittler weniger Provision auszahlt, als es beispielsweise die comdirect Bank tut. Abziehen muss man freilich auch in diesem Fall die Depotkosten, die bei der Fondsdepot Bank mindestens 25 Euro und maximal 45 Euro p.a. betragen.

Moneymeets.com

Mit Moneymeets haben wir uns ja hier im Finanzblog von Rentablo bereits mehrmals beschäftigt. Moneymeets erstattet 25% bis maximal 66% der Kickbacks; die Berechnung erfolgt nach einem komplizierten System, wobei für die 66%ige Erstattung ein Volumen von mehr als 1 Mio. Euro erforderlich ist. Die Auswahl an Depotbanken ist erfreulich groß: Augsburger Aktienbank, comdirect, DAB Bank, DWS direkt, ebase, Fondsdepot Bank und FIL Fondsbank GmbH (FFB) stehen zur Verfügung.

Für den Vergleich der Kickbacks für den DWS Top Dividende setzen wir deshalb 25% als Erstattungsanteil an. Bei Anlage von 10.000 Euro werden demnach etwa 15 Euro gutgeschrieben; bei 100.000 Euro steigt die Gutschrift auf ca. 150 Euro.

Profinance-direkt.de

Last but not least: Bei Profinance steht erneut nur die kostenpflichtige Fondsdepot Bank zur Verfügung; Mindestanlagebetrag ist 10.000 Euro. Kickbacks werden nach einem Staffelsystem, das zudem mit einem sogenannten Bonus kombiniert wird, ausgeschüttet. Mit der sogenannten Treueprämie reicht Profinance ca. 60% der Bestandsprovision weiter. Die Auszahlungsquote erhöht sich durch den Bonus schrittweise bis auf ca. 96%.

Zum Vergleich: Bei Anlage von 10.000 Euro in den DWS Top Dividende kommt der Anleger so auf ein Kickback von 66%, was einem Betrag von etwa 10,50 Euro entspricht. Bei einem Volumen von 100.000 Euro steigt das Kickback auf 72%, so dass die Erstattung etwa 115 Euro beträgt. Dagegen muss allerdings die Depotführungsgebühr gerechnet werden.

100% Rückerstattung ohne wenn und aber bei Rentablo

Rentablo Cashback ist möglich für Depots bei Augsburger Aktienbank, comdirect Bank, DAB BNP Paribas, DWS Investment, ebase, Fondsdepot Bank, FIL Fondsbank GmbH (FFB) und Metzler zur Verfügung. Kunden können aus zwei Kickback-Modellen auswählen. Rentablo erstattet dem Anleger ab dem ersten Euro die Provisionen zu 50%. Ab einem Cashback-Betrag von 15 Euro/Monat erhält der Anleger 100% aller Provisionen ausgeschüttet und zahlt dafür keinen Cent mehr (Flat-Fee).

Bei einem Anlagewert von 10.000 Euro im DWS Top Dividende bei der comdirect Bank kommt der Anleger mit Rentablo Cashback auf ein Kickback von 50%, was einem Betrag von etwa 28,50 Euro entspricht. Bei einem Volumen von 100.000 Euro erstattet Rentablo 100% der Bestandsprovisionen; dafür fällt ein fixer Betrag von 180 Euro an. Die Erstattung beträgt bei diesem Modell 570 Euro. Die Depotführung bei comdirect ist kostenfrei. Auf 30 Jahre gerechnet ergibt sich im Vergleich folgendes Bild:

 

Mit einem Cashback-Vertrag werden zudem sämtliche Depots eines Kunden, einschließlich Gemeinschaftsdepots bei allen Partnerbanken, zusammengefasst, so dass für die Berechnung der Ausschüttung die einzelnen Depots addiert werden. Hierbei gilt die Best Price-Garantie – sobald die Kostengrenze von 15 Euro/ Monat erreicht wird, stellt Rentablo automatisch von Cashback-50 auf Cashback-100 und damit die Flat-Fee um – dies gilt natürlich auch umgekehrt.

Sie können die Rentablo-Sonderkonditionen bei folgenden Partner-Banken in Anspruch nehmen:

  • Augsburger Aktienbank
  • comdirect Bank
  • DAB BNP Paribas
  • DWS Investment
  • ebase
  • Fondsdepot Bank (FoDB)
  • Frankfurter Fondsbank (FFB-FIL)
  • Metzler

Hier können Sie alle Infos über Rentablo-Cashback abrufen:

https://rentablo.de/fonds-provisionsfrei-ohne-agio-ohne-bestandsprovision