Es ist keine Wissenschaft an der Börse eine Aktie zu kaufen. Zunächst sollte man aber wissen was Aktien sind, und was benötigt wird um loslegen zu können. Für Einsteiger fasse ich dieses Basiswissen zur Vorbereitung hier kurz zusammen.

Aktien sind Wertpapiere von Unternehmen – sogenannten Aktiengesellschaften, welche ihre Anteile zur Gewinnung von zusätzlichem Kapital durch ein IPO (Intial Public Offering) an die Börse bringen. Börsen sind dabei die Handelsplätze und Parketts die durch Gegenüberstellung von Angebot und Nachfrage den Preis der Wertpapiere ermitteln. An diesen Börsen lässt sich gegen hohe Gebühr direkt handeln oder man beauftragt damit eine günstigere Bank oder einen Broker, die den Kauf und Verkauf für einen Übernehmen. Die Aufbewahrung der digitalen Wertpapiere regelt dabei die Bank intern mit Börsenbetreiber und internationalen Clearingstellen.

Wichtig zu wissen ist, dass bei einem Kauf über eine Bank oder einen günstigen Onlinebroker das Wertpapier trotzdem immer der Kunde besitzt. Selbst wenn die Bank zahlungsunfähig wird oder geschlossen wird – hat der Kunde einen Anspruch auf seine Aktien und kann diese auch bei anderen Banken und Händlern wieder verkaufen. Ein Käufer verliert nur dann seine Aktie wenn das Unternehmen bankrott macht – bei Zertifikaten, CFDs, Fonds etc. ist dies oft anders. Bei der Auswahl der Brokers zählen daher tatsächlich nur die Gebühren zum Kauf und Verkauf von Aktien.

Onlinebroker sind günstig und bequem

Um Kaufen und Verkaufen zu können empfehle ich den Einstieg bei einem günstigen Onlinebroker – wie z.B. Flatex oder Consors – hier sind bei Kauf und Verkauf für die Orderabwicklung nur geringe Gebühren von ca. 5-10€ zu bezahlen. Um mich selbst zu versuchen, habe ich zunächst per Telefon über meine Hausbank Aktien gekauft – daran verliert man jedoch bald die Lust, wenn man Tage warten muss bis man feststellen kann ob tatsächlich gekauft wurde und zu welchem Kurs.

Von den zu zahlenden Gebühren hängt nun auch ab, mit wie viel Geld man mindestens an die Börse muss. „Hin und her macht Taschen leer“ – und wenn man zu kleine Unternehmensteile kauft, wird das Geld bald allein durch die Kosten der Banken und Börsen aufgefressen. Bei einer Order die 10€ kostet, sind das 2% des Anlagekapitals von 1000€ nach Verkauf – das wäre also auch das Minimum für ein Unternehmen. Um seine Risiken zu streuen – man will ja nicht nur in eine Aktie vertrauen – sollte man gut 10 verschiedene Unternehmen im Depot haben. Ein Mindestbetrag von 10.000€, am besten 20.000€ sind also sicher notwendig um mit Aktien ernsthaft sein Vermögen anzulegen statt nur zu zocken.

Nicht gleich 10.000€ aufs Spiel setzen

Selbstredend sollte man nicht gleich so viel Geld in die Börse werfen ohne zu wissen was man tut. Ich empfehle also vorher an einem Börsenspiel teilzunehmen oder Bücher zu lesen. Auch macht man am Anfang garantiert Fehler – die man nur selbst machen kann. Falsche Auswahl der Ordertypen, die falsche Aktie, die falsche Stückzahl oder der falsche und zu teure Börsenplatz kommen wahrscheinlich bei jedem einmal vor. Mit kleinen Beträgen und Stückzahlen zu beginnen, auch wenn die Gebühren dann im Vergleich zur Anlage zu hoch sind erspart womöglich viel Leer- und Lehrgeld.

Nur Geld auf das man verzichten kann!

Nur zur Sicherheit weise ich auch darauf hin, dass man auf das Geld im Depot verzichten können muss. Wenn Sie so knapp bei Kasse sind, dass sie bei jeder unvorhergesehenen Zahlungsaufforderung ihre Aktien liquidieren müssen – ist die Börse nichts für sie, dann haben Sie keine Disziplin ihre Aktien auch durch tiefe Fahrwasser zu halten und die eigene Anlagestrategie zu verfolgen. Stellen Sie sich also vor was wäre, wenn dieses Geld plötzlich weg ist – sind sie dann nur verärgert und zu tiefst traurig oder hätten Sie dann ernsthafte Probleme ihr tägliches Leben und Überleben zu bezahlen?

Erfahrung sammeln mit wenig Geld z.B. mit Aktiensparplan

Selbst für diejenigen, die das Geld noch nicht haben – lohnt es sich bereits jetzt damit anzufangen Erfahrungen mit der Börse und dem Aktienmarkt zu machen. Entweder durch Spielgeld oder kleine Beträge lässt sich sehr schnell sehr viel lernen. Mit dem eigenen Geld lernt man natürlich deutlich mehr wie viel Geld man bereit ist zu riskieren und in welchen Aktien man sich lieber konservativ engagiert. Sollten Sie das Geld dann einmal angespart haben, sind sie deutlich sicherer im Umgang. Einem Freund habe ich daher auch empfohlen bereits jetzt mit einem Aktiensparplan anzufangen. Mit der Zeit sammelt er nicht nur Erfahrung, sondern spart sein zukünftiges Anlagegeld bereits jetzt  auf dem Depot zu höheren Renditen als auf der Bank.

Willkommen als neues Tier im Börsenzoo – vielleicht noch schüchtern aber nur bis sie Blut geleckt haben.

euer Pari

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