Zu oft schieben wir die unbekannten und vor allem unbequemen Dinge hinaus, bis sie dringend erledigt werden müssen, weil die Deadline kurz bevor steht oder der Schmerz zu groß wird, um ihn noch länger ertragen zu können. Leider braucht die Vorsorge fürs Alter und das Anlegen von finanziellen Reserven Zeit und kann im Alter nicht mehr behoben werden. Altersarmut und ein Leben in prekärer Lage sind die Folge.

Ausreden oder Abwälzen sind die meistgenutzen Alternativen

Wie mir vor ein paar Jahren, geht es den meisten Mittzwanzigern vor allem mit der Altersvorsorge so. Entweder man erfindet Ausflüchte und Gründe, um das Problem auf die lange Bank zu schieben, oder man wälzt das Problem ein für allemal auf andere ab und sagt sich von der Verantwortung los.

Das Ausharren in Untätigkeit und das Nichtstun ist die schlimmste finanzielle Sünde zur persönlichen Vorsorge. Wichtige Jahre des Zinssammelns, Einzahlens, Sparens und Anlegens werden verschwendet durch das bequeme Vergessen der Zukunft durch die angenehme Realität des Konsums und das Leben im Hier und Jetzt.

So früh wie möglich beginnen!

In jungen Jahren sind Gehälter nie so hoch wie später, aber wer den Sparwunsch nur auf die Zukunft und vermeintlich höhere Einkommen verschiebt, droht dabei alles zu verspielen. Er wird sich später genauso wenig einschränken wie jetzt und wird nie den jungen Sparer einholen können, der sein Finanzpolster bereits aufgebaut hat, bevor er die oberen Gehaltsklassen erreicht.

Irgendwoher muss der Weckruf kommen, damit man endlich beginnen kann, sich zu kümmern. Ohne Wakeup-Call wird man vermutlich die unbequeme Anfangsschwelle nie überschreiten. Woher dieser Tritt in den Hintern kommt, ist jedem selbst überlassen. Ich empfehle, nicht darauf zu warten, sondern lieber sich selbst die Pistole auf die Brust zu setzen.

Auf die angesprochene Alternative werde ich hier nicht eingehen – sie ist zu einfach und wurde bereits vielfach umgesetzt und tagtäglich in den Medien behandelt. Wer sich in finanziellen Dingen auf andere verlässt, ist bereits verlassen.

Das ist dein Weckruf – handle endlich!

euer Florian