Wissen für Fondssparer: Die Ebase Bank

Ebase im Portrait

Ebase hat angekündigt, das Wertpapiergeschäft der Augsburger Aktienbank zu übernehmen. Der Standort Augsburg soll als Filiale erhalten bleiben. Etwa 180.000 Wertpapier-Depots werden voraussichtlich bis Ende des Jahres auf Ebase übertragen. Was bedeutet das für Fondssparer, die bislang Kunde der Augsburger Aktienbank waren und nun Ebase-Kunde werden? Wir stellen die Bank vor, nennen Vorteile und Nachteile sowie Alternativen.

Was Sie über Ebase wissen sollten

Die Ebase (European Bank for Financial Services) ist ein Kreditinstitut mit Vollbanklizenz und hat den Hauptsitz in Aschheim bei München. Sie ist für Unternehmen tätig, etwa als Depotverwalter für Investmentfonds oder Anbieter von Betrieblicher Altersvorsorge. Darüber hinaus hat die Ebase Angebote für Privatkunden, die zumeist über Fondsvermittler wie Rentablo Kunde werden.

Eigentümer ist die britische FNZ Group, ein Anbieter von Finanztechnologie. Als deutsche Bank unterliegt die Ebase der gesetzlichen Einlagensicherung nach deutschen Vorschriften, ist außerdem Mitglied in der freiwilligen Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB).

Ebase hat eine wechselvolle Geschichte der Eigentümer. Sie wurde gegründet von der mittlerweile verschwundenen Fondsgesellschaft ADIG, die zum Konzern Commerzbank gehörte.  Bis 2008 war Ebase daher in das Asset Management der Commerzbank eingegliedert.  Nachdem das Asset Management als Folge der Finanzkrise weitgehend abgestoßen worden war,  gab die Commerzbank die Ebase 2009 an die Direktbanktochter Comdirect ab.  2018 hat FNZ Group die Ebase für 150 Millionen Euro gekauft. Die Unternehmensgeschichte mit der Angebotsentwicklung in der Übersicht:

  • 2002: Gründung durch ADIG mit der Firmierung als European Bank for Fund Services
  • 2003: Depotverwaltungen von Fondsgesellschaften
  • 2007: Funds Brokerage für institutionelle Kunden via SWIFT
  • 2008: Geschäftserlaubnis als Vollbank
  • 2009: Übernahme durch Comdirect
  • 2010: ebase Tages- und Festgeldkonten
  • 2013:  ebase Wertpapierdepot
  • 2013:  Umfirmierung in European Bank for Financial Services GmbH
  • 2016:  Robo Advisor fintego
  • 2018:  Übernahme durch FNZ Group
  • 2020: fondbasierte Vermögensverwaltung (ebase Managed Depot)

Die Bank in Zahlen (Eigenangaben, Stand 2020)

  • Verwaltetes Vermögen: 36 Milliarden. Euro
  • Kunden: > 1.000.000
  • Mitarbeiter: > 250
  • Fonds: 8.000

Kontakt:

  • Adresse: Bahnhofstraße 20, 85609 Aschheim
  • Kontakt: service@ebase.com
  • Telefonnummer:  +49 89 45460 – 89

Sie kennen Aschheim nicht? Diese Video gibt ein paar Impressionen vom Firmensitz der Ebase:

Der Film gibt einen kleine Einblick in das Leben in der etwa 9.300 Einwohner zählenden Gemeinde, die nordöstlich von München am Autobahnring A 99 liegt

Was bietet die Ebase als Besonderheiten?

Mit dem Investmentdepot ebase flex Depot erhalten Anleger Zugang zu über 8.000 Investmentfonds von über 210 Kapitalverwaltungsgesellschaften. Nachhaltigkeitskritieren können bei der Fondsauswahl berücksichtigt werden. Zudem sind über 1.000 Exchange Traded Funds (ETF) von namhaften Anbietern wie AMUNDI, ComStage, iShares, Lyxor, Xtrackers orderbar. Der Online-Handel ist kostenlos, es gibt bei Fondskäufen keine Transaktionsgebühren.

Mit dem kostenlosen flexKonto  zum ebase Depot können einige weitere Leistungen genutzt werden, etwa ein tagesaktueller Überblick über Depots und Konten im ebase Online-Banking, smsTAN für Depot- und/oder Kontotransaktionen sowie die Gewährung eines Wertpapierkredits (Variabler Sollzins: 2,000 % p. a. (effektiver Jahreszins 2,015 % p. a.), Aktionszins gültig 30.06.2021 für neu abgeschlossene Wertpapierkredite. Danach gelten wieder die Standardzinssätze für einen Wertpapierkredit.

Mit dem ebase Managed Depot ist eine standardisierte Vermögensverwaltung möglich. Anleger können zwischen fünf verschiedenen Anlagestrategien wählen.

Das fintego Managed Depot ist eine Depotvariante der standardisierten Vermögensverwaltung mit ebenfalls fünf verschiedenen Anlagestrategien. Ein fintego Managed Depot basiert im Gegensatz zum ebase Managed Depot aber auf ETFs.

Ebase und die Rentablo-Konditionen

Sehen Sie hier unsere Konditionen für Ihr Depot bei der Ebase:

  • 12 bis 45 € Depotgebühr (siehe unten)
  • bis zu 100 % Rückerstattung Bestandsprovision
  • 100 Rabatt auf den Ausgabeaufschlag
  • über 8.000 handelbare Fonds
  • 0 € Kosten für Fondssparplan

Die Depotpreise im Detail:

12 Euro p.a. VL-Vertragsentgelt für das VL-Depot
15 Euro p.a. für flex Basic“ Depot für eine Fondsposition
30 Euro p.a. für „flex Select“ Depot für bis zu zwei Fondspositionen
45 Euro p.a. für „flex Standard“ Depot für bis zu 99 Fondspositionen

Lassen Sie sich nicht davon bluffen, wenn andere Fondsvermittler damit werben, bei ihnen sei ab einem bestimmten Depotwert das Depot kostenlos. Es handelt sich dabei regelmäßig um Fondsvermittler, die keine Bestandsprovisionen erstatten. Letztlich zahlen Sie als Fondssparer über die Bestandsprovisionen natürlich weiterhin die Depotkosten. Hier ein Rechenbeispiel zu Bestandsprovisionen:

  • Bei 25.000 Euro Fondsvolumen und einer durchschnittlichen Bestandsprovision von 0,5 Prozent liegen die jährlichen Provisionseinnahmen schon bei 125 Euro.
  • Werden davon 30 bis 50 Euro Depotgebühr übernommen, bleibt unterm Strich noch einiges über. Umso mehr gilt das natürlich bei größeren Fondsvolumen.

Stellt sich aber die Frage, warum überhaupt ein kostenpflichtiges Depot sinnvoll sein sollte. Schließlich gibt es Anbieter wie Comdirect und DAB, bei denen die Depotführung kostenlos ist.  Die Antwort: Es kommt darauf an, wie aktiv der Fondssparer handelt. Ebase hat den großen Vorteil, dass keine Transaktionskosten anfallen. Anders zum Beispiel die Comdirect: Die Depotführung ist kostenlos, die ausgeschüttete Bestandsprovision ist etwas höher – aber es fallen mit jeden Kauf und Verkauf Transaktionskosten an.

Sehen Sie hier Ebase und Comdirect (sowie andere Rentablo-Partnerbanken) im Vergleich.

Sie wollen ein Ebase-Depot mit Rabatten auf den Ausgabeaufschlag UND Erstattung von Bestandsprovisionen?

Um bei Fondskäufen und -verkäufen von unseren Rabatten auf den Ausgabeaufschlag zu profitieren zu können und auch Cashback von Bestandsprovisionen zu erhalten, gibt es folgende Möglichkeiten:

Depot neu eröffnen

Eröffnen Sie ein Depot via Rentablo, wenn Sie noch keines haben. Verfügen Sie bereits über Bestände bei anderen Banken, können Sie diese ganz oder teilweise auf Ihr von Rentablo vermitteltes Ebase Depot übertragen. Eröffnen Sie hierzu einfach ein neues Depot und führen Sie anschließend einen Depotübertrag durch.

Depot-Vermittlerwechsel

Falls Sie bereits über ein Ebase Depot verfügen, führen Sie einen Vermittlerwechsel durch. Der Wechsel ist kostenfrei und kann ohne Einwilligung des aktuellen Vermittlers vorgenommen werden. Der Vermittlerwechsel kann jederzeit und ohne Kündigungsfrist erfolgen. Sobald Rentablo als Ihr Vermittler eingetragen ist, profitieren Sie automatisch von allen Vorteilen und Konditionen und erhalten Cashback auf Ihren gesamten Fondsbestands.

Diese Depotbanken haben bislang unsere Kunden gewählt:

Partner-BankAnteil in %
Comdirect37
Ebase21
DAB BNP Paribas15
FFF10
Fondsdepotbank9
Augsburger Aktienbank5
DWS Investment2
Metzler1

Durch unsere Rentablo-Konditionen sparen Sie nicht nur Ausgabeaufschläge und Bestandsprovision. Sie profitieren auch von Sonderkonditionen beim Wertpapier-Handel.

Ihre Erfahrungen mit Ebase

Bei Google gibt es zur Zeit (November 2020) rund 40 Bewertungen, die damit auf 2,8  Sterne kommt. Kritisiert wird häufiger die telefonische Erreichbarkeit. Wie sind Ihre Erfahrungen, wie würden Sie die Ebase  bewerten? Schreiben Sie uns dazu in den Kommentaren.

Nützliche Links:

Andere Depotbanken im Portrait:

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Nach oben