Wir haben bereits mehrfach auf das Thema Klumpenrisiken und ETF hingewiesen. Seit kurzem bietet das Anlegerportal extraETF eine detaillierte Portfolioanalyse aller ETF-Musterportfolios an. Hierbei erhalten ETF-Anleger wichtige Informationen, um Risiken für das eigene Depot zu minimieren.

Sind die Aktienkurse nicht schon zu hoch? Macht es jetzt überhaupt Sinn, nach einer der längsten Aktienrallyes der vergangenen Jahrzehnte noch einzusteigen? Diese Fragen stellt sich so manch zögerlicher Anleger. Doch den perfekten Markteinstieg zu finden, ist in der Regel schwierig. Häufig verhindern solche Zweifel, dass man jemals in den Aktien- oder Anleihenmarkt einsteigt. Entscheidet man sich dann für einen der mehr als 1.600 in Deutschland handelbaren ETFs, kommen häufig Zweifel über die richtige Auswahl des jeweiligen Produktes auf. Bei vielen ETFs im Depot lässt sich leicht der Überblick verlieren und unerkannte Klumpenrisiken bei Einzelaktien, Ländern, Sektoren oder Währungen können entstehen. Dies kostet Rendite, erhöht die Schwankung der Portfolios und damit schließlich die Anlagerisiken.

Eine ausführliche Portfolioanalyse – wie z.B. vom Rentablo Finanzmanager angeboten – kann solche Risiken aufdecken. Noch einfacher ist es jedoch, die Daten in schon vorgefertigten ETF-Musterportfolios zu erhalten.

 

ETF-MusterportfolioETF sind für Sie erste Wahl für den Vermögensaufbau? Im ETF Extra-Magazin lesen Sie alles über Neuemissionen, Risiko-Minimierung und die richtige Anlagestrategie.

 

Risiken in ETF Portfolios minimieren

Als Anregung für eine solche Vermögensaufteilung bietet das Anlegerportal extraETF über 70 Musterportfolios an. Hier findet der Anleger je nach Gusto unterschiedlich aufgestellte Portfolios. Angefangen beim breit gestreuten Einsteiger-Portfolio mit nur zwei ETFs über klassische Weltportfolios und Dividenden-ETFs mit regelmäßigen Ausschüttungen bis hin zu Experten-Portfolios. Seit kurzer Zeit finden Anleger nun auch eine detaillierte Portfolioanalyse vor. Länder- und Sektor-Verteilung des Portfolios, Einzelwerte der Top-Holdings sowie deren Anteile am Gesamtportfolio werden hierbei transparent gemacht. In einer erweiterten Analyse werden die Portfoliobestandteile zudem nach Growth- und Value-Werten sowie nach Marktkapitalisierung gruppiert. Ebenfalls neu: Die Kennzahl iXLM signalisiert, wann der im Portfolio eingesetzte ETF am besten gekauft werden sollte.

 

Den richtigen Überblick über das ETF-Musterportfolio

Einen ersten groben Überblick verschafft sich der Anleger auf der Einstiegsseite „Die ETF-Portfolios im Überblick“. In einer Tabelle erfährt er die Anzahl der im ETF befindlichen Aktien, die jeweilige Aktienquote im Portfolio, die Gesamtkostenquote des Portfolios, die Ausschüttungsquote (bei ausschüttender Anteilsklasse) sowie die jeweiligen Wertentwicklungen im laufenden Jahr und auf Sicht von ein, drei und fünf Jahren.

Weitere wichtige Details erfährt der Anleger beim Anklicken des ausgesuchten ETF. Hierbei ist sowohl ein Chartvergleich als auch die genaue Länder- und Sektoreneinteilung ersichtlich. Daneben findet der Anleger die Top-10-Positionen im ETF, bei Anklicken des Plus-Zeichens werden die Top-20-Titel angezeigt.

 

ETF am günstigsten kaufen

Wertvolle Zusatzinformationen liefert das Analyse-Tool. Eine sehr nützliche Kennzahl ist die neu eingeführte iXLM von der Deutschen Börse. Hierbei erfährt der Anleger, in welcher Zeitspanne des Tages der ETF die höchste Liquidität aufweist und somit zu den niedrigsten Handelskosten gehandelt wird. So kauft man den iShares Core MSCI World UCITS ETF am günstigsten zwischen 12:30 bis 13:00 Uhr. Hier beträgt das iXLM nur 3,4. Der Xtrackers MSCI Emerging Markets UCITS ETF hingegen sollte am besten zwischen 13:00 und 13:30 Uhr gehandelt werden. In dieser Zeitspanne beträgt das iXLM 6,5. Wie auch beim klassischen Liquiditätsmaß XLM gilt auch beim iXLM: Je niedriger der Wert, desto höher die Liquidität, desto niedriger die anfallenden Handelskosten.

Aufschluss über die Bewertung der im Portfolio befindlichen Aktien bieten die Fundamentalkennzahlen „Kurs-Gewinn-Verhältnis“ sowie „Kurs-Buchwert-Verhältnis“. Bei Ersterem wird der Aktienkurs ins Verhältnis zum erwarteten Gewinn pro Aktie gesetzt. Beim Kurs-Buchwert-Verhältnis stellt man hingegen den Aktienkurs mit dem Eigenkapitalanteil je Aktie ins Verhältnis. Bei beiden gilt: Je niedriger die Zahl, desto lukrativer werden die Aktien gerade gehandelt.

 

Regionale Abdeckung der ETF-Musterportfolios

Eine Weltkarte zeigt noch einmal übersichtlich die regionale Abdeckung des Portfolios an. Die am stärksten gewichteten Länder werden blau gekennzeichnet, die genaue Gewichtung erfährt der Anleger beim Anklicken der jeweiligen Länder.

 

Fazit

Das Anlegerportal extraETF bietet eine umfassende Analyse der über 70 angebotenen ETF-Musterportfolios an. Hier können sich Anleger über wichtige Kennzahlen und die Portfoliozusammensetzung informieren, um so zum Beispiel Klumpenrisiken zu vermeiden.