Sparen fürs Kind: Optionen im Vergleich

Über 2.000 Kinder werden jeden Tag in Deutschland geboren. Eines davon kam am 16. Juni um genau 16 Uhr in Berlin zur Welt: Victoria Alexandra R., 50 cm groß, 2920 Gramm schwer (siehe Bild). Wir beglückwünschen ganz herzlich die stolzen Eltern. Natürlich beglückwünschen wir alle Eltern – aber in diesem Fall ganz besonders André Rabenstein, CEO von Rentablo und stolzer Vater von Victoria.

Nun ist das Baby da, das Geschrei ist groß – es stellt sich die Frage: wie bekommen wir das Kind bloß groß? Eltern und Großeltern wünschen sich oft, für das Kind finanziell vorzusorgen. Ein gute Idee: Für ein Studium sind schon heute etwa 50.000 Euro zu veranschlagen, für den Meisterbrief eines Handwerkers immerhin noch etwa 10.000 Euro. Klar ist: Wer als junger Mensch über ein ordentliches Guthaben verfügen kann, der wird es beim Start in das Berufsleben einfacher haben. Wir stellen drei Varianten vor. Aus dem Inhalt:

  1. Kontensparen
  2. Ausbildungsversicherung
  3. Fondssparen
  4. Tabelle: So viel sollten Sie sparen

Das Kontensparen fürs Kind

Früher war es üblich, ein Sparbuch für das Kind zu eröffnen und dort regelmäßig Geld einzuzahlen. Der Reiz des Sparbuches war unter anderem, dass es als Urkunde zum 18. Geburtstag feierlich übergeben werden konnte. Es war etwas zum Anfassen.
Sowohl auf dem Sparbuch als auch dem Nachfolger Tagesgeldkonto gibt es heute keine nennenswerten Zinsen mehr, in keinem Fall reicht es, um die Inflation auszugleichen. Das Kontensparen für das Kind ist daher nicht zu empfehlen.

Die Ausbildungsversicherung

Die Ausbildungsversicherung wird von Versicherungsvertretern gerne empfohlen, weil sie eine Mindestauszahlung zum 20. oder 25. Geburtstag garantiert, selbst wenn der Prämienzahler vorher sterben sollte. Das Kind bekommt Geld in jedem Fall zum gewünschten Zeitpunkt – wie viel, ist eine andere Frage.

Bei dieser Versicherung handelt es sich aber genau genommen um eine gewöhnliche Kapital-Lebensversicherung. Das bedeutet: Es fallen in der Regel hohe Abschluss- und Verwaltungskosten an, die den Ertrag drücken. Da die Lebensversicherer das Geld überwiegend in festverzinsliche Wertpapiere investieren, sind sie ebenfalls von niedrigen Zinsen betroffen und erwirtschaften nur noch geringe Renditen. Die “Höchstrechnungzins” beträgt derzeit nur noch 0,9%, maximal soviel darf als Verzinsung des Sparguthaben (Prämien abzüglich Kosten) fest zugesagt werden.

Die Idee der Versicherung ist nicht schlecht, lässt sich aber auch anders machen: Angenommen, der Vater will in den nächsten 20 Jahren monatlich 100 Euro für die Ausbildung des Kindes ansparen. Das sind insgesamt 24.000 Euro. Über diese Summe kann der Vater eine so genannte „Risikolebensversicherung“ abschließen. Das kostet bei einem günstigen Anbietern wenige Euro im Monat (siehe Rentablo RLV-Vergleichsrechner) . Kommt der Vater tatsächlich frühzeitig ums Leben, kann mit der Policenauszahlung der Sparplan für das Kind aufgefüllt werden.

Das Fondssparen für Kind

Für regelmäßiges Sparen mit Beträgen von zum Beispiel monatlich 50 oder 100 Euro kommen Fondsspar-Pläne in Frage. Sie sind natürlich spekulativer, jedenfalls dann, wenn sie einen höheren Aktienanteil haben. Über eine Laufzeit von 10 und mehr Jahren wird das Verlustrisiko jedoch äußerst gering, vielmehr stehen die Chancen dann sehr gut, eine überdurchschnittliche Rendite zu erwirtschaften. Vier bis acht Prozent jährlich sind durchaus möglich.

Die beste Rendite ist beim Fondssparen zu erreichen, wenn die Fonds-Kosten gering gehalten werden. Bei Rentablo als Fondsdiscounter 2.0 entfällt bei Tausenden Fonds der Ausgabeaufschlag, zudem gibt es ein Cashback von der Bestandsprovision.

Was ist fürs Fondssparen zu tun?

  • Einen sparplanfähigen Fonds auswählen: Sinnvolle Kriterien sind vor allem eine langfristig hohe Rendite sowie möglichst geringe Schwankungen. Dabei hilft der Fondsfinder der Stiftung Warentest (Link Fondsfinder, 5 Euro)
  • Eine Depotbank bei Rentablo auswählen: Sinnvolle Kriterien dabei sind laufenden Kosten fürs Depot sowie für jede Sparrate. Die Fondsdepot Bank zum Beispiel bietet ein kostenloses Depot für Minderjährige und berechnet keine Kosten für Fondssparpläne.

Sparen fürs Kind – aber auf wessen Namen?

Bleibt aber noch eine wichtige Frage: Auf wen soll das Konto lauten? Steuerlich günstig ist es, wenn das Konto auf den Namen des Kindes geführt wird. Denn dann bleiben Erträge mindestens bis zur Höhe des jährlichen Grundfreibetrages von derzeit 9.744 Euro steuerfrei (selbst wenn der Sparerfreibetrag eines Tages abgeschafft werden sollte). Einen Nachteil kann das allerdings mit sich bringen: Sobald das Kind volljährig geworden ist, kann es über das auf seinen Namen lautende Konto verfügen. Gerade 18, könnte das Kind also das Geld nach Belieben verprassen. Sparen Eltern oder Großeltern indes auf eigenen Namen, können sie das Geld dann zur Verfügung stellen, wenn sie es für richtig halten.

Wie viel sparen?

Hier sehen Sie wie viel Sie monatlich anlegen müssen, um auf 10.000 Euro zu kommen. Wenn Sie größere Summen erreichen multiplizieren Sie einfach den Sparbetrag: für 30.000 also zum Beispiel der dreifache Sparbetrag.

Zinssatz
Spardauer (Jahre) 2% 3% 4% 5%
5 158,42 € 154,46 € 150,61 € 146,86 €
10 75,29 € 71,53 € 67,95 € 64,52 €
15 47,67 € 44,09 € 40,74 € 37,61 €
20 33,93 € 30,52 € 27,39 € 24,54 €
25 25,74 € 22,49 € 19,59 € 17,00 €

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